Kuba Menschen - Kultur und Geschichte
Kubas Menschen
So vielfältig wie die Kultur und Geschichte sind die Menschen auf Kuba
Auf der grössten Antillen-Insel Kuba leben ungefähr 11 Millionen Menschen. Die Gesellschaft besteht aus vielen
Rassenmischungen, so leben schwarze-, weisse,- indianische und chinesische Kubaner. Trotz dieser gesellschaftlichen Struktur leben die Kubaner friedlich miteinander. Rassismus ist kein Thema auf Kuba!
Die Kubaner sind trotz der Entbehrungen friedliche, hilfsbereite und freundliche Menschen, welche es auch gegenüber Fremden sind. Nicht selten entstehen spontan interessante Gespräche, da die Kubaner wissbegierig und auch neugierig sind, ohne aber aufdringlich zu sein. Viele ältere Kubaner sprechen sehr gut Deutsch, da viele zu Zeiten der Ex-DDR dort gelebt und gearbeitet haben. Die jüngere Generation ist meist sehr gut gebildet, oft mit einem
Hochschulabschluss sind sie gut vorbereitet, um ev. eine Ausreisebewilligung zu bekommen. Doch dies ist Ärzten, Ingenieure und
Kubaner mit ähnlichen Berufen fast nicht möglich, da diese Menschen jede Möglichkeit nutzen, um Kuba den Rücken zu kehren. Dies erstaunt nicht, da z. Bsp. langjährige und spezialisierte Ärzte einen Monatslohn von 8000 CUP! bekommen und ein einfacher Arbeiter mit etwa 2000 CUP auskommen muss. Ein wichtiger Teil im Leben eines Kubaners sind die
lokalen Zeitungen, welche die Einwohner irgendwie auf dem Laufenden halten. Übrigens: Zeitungen gab es bereits nach der
Revolution!
Doch es tut sich was, ganz sachte aber stetig öffnet sich Kuba, seit Raul Castro an der Macht ist. Seit beschlossen wurde, über
100'000 Staatsangestellte in die "Freiheit" zu entlassen sind diese Kubaner daran, sein eigenes noch so kleines Geschäft zu eröffnen, die Palette ist gross, von Nagelstudios über Coiffeur bis zum Restaurantbesitzer, viele davon wandern ab in die Landwirtschaft, denn der Staat hilft den Bauern, natürlich gegen entsprechende Gegenleistung. Seit 2011 können offiziell
178 Berufe privat ausgeübt werden. Die Führung hat sehr hohe Ziele gesteckt: bis in 5 Jahren soll die
Privatwirtschaft rund 40% zum Bruttosozialprodukt des Landes beisteuern!
Was wäre Kuba ohne Musik, Fiestas und Salsa? Auch wenn der Anlass noch so klein ist, entstehen oft spontane Fiestas mit der unvergleichlichen Musik und allem, was dazu gehört.
Bei
Tanz und Musik können die Kubaner für kurze Zeit ihre Sorgen und Probleme vergessen, Fremde sind übrigens meist gern gesehene Gäste und werden zum Mitmachen aufgefordert.
Was auffällt sind die vielen alten Leute in Kuba, welche hundert und mehr Jahre alt werden, dies ist wohl auf die gute und
kostenlose Gesundheitsfürsorge zurück zu führen, die durchschnittliche Lebenserwartung ist mit rund 74 Jahren sehr hoch........und Stress ist eher ein Fremdwort auf Kuba!
Mit ein bisschen
Spanisch-Kenntnissen wird ein
Urlaub auf Kuba zu einem unvergesslichen Erlebnis!
Respekt!
Wie schon erwähnt sind die Kubaner sehr kontaktfreudig gegenüber den Ausländern und genau da könnte es Probleme geben! Kuba ist ein sozialistischer Staat, welcher besonders gut seine "Schäflein" im Auge hat! Mit zu viel Kritik an den Castros oder allgemein an der Regierung sollte der
Tourist eher zurückhaltend sein. Gefährlich wird es für den Reisenden nicht, doch Kubaner müssen mit harten Repressalien rechnen, nichts desto trotz kritisieren die Kubaner ihre Regierung, wenn auch meist unter vorgehaltener Hand. Besonders vorsichtig sollte der Gast mit den
lokalen Reiseleitern umgehen, allzu politische Fragen könnten sie schnell in Bedrängnis bringen! Wenn man den Kubanern aber genau zuhört, merkt man ihre Zwischentöne.
Es kann durchaus vorkommen, wenn man vor einem Restaurant oder in einem Park ins Gespräch kommt, dass wie aus dem Nichts Polizei auftaucht und den Ausweis des Kubaners verlangt und wenn's ihnen gerade so passt, wird der Einheimische auf den Posten mitgenommen und verhört... dies kann dann schon mal 1-2 Tage dauern! Dem
Ferientourist passiert nichts, die Polizei ist gegenüber
Ausländern sehr zuvorkommend und freundlich.
Diese Erfahrung musste ich in
Santa Clara machen, das zeigt unmissverständlich, wie sehr die Einheimischen beobachtet werden.